Expertenwarnung: Darum sollten Sie nie zu billigem Olivenöl greifen

22. Februar 2026

Die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende zu und die Frühlingsvorbereitung bringt nicht nur frisches Gemüse, sondern auch einige ernüchternde Erkenntnisse über Olivenöl mit sich. Wenn Sie beim Einkaufen nach Olivenöl greifen, denken Sie vielleicht nicht darüber nach, dass billig nicht immer besser ist. Die neuesten Ergebnisse der Stiftung Warentest zeigen, warum Sie beim Olivenöl besonders vorsichtig sein sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Expertenwarnung 📉: Qualität von Olivenöl hat dramatisch abgenommen!
  • Teurer geworden 💰: Durchschnittspreis ist von 10,30 Euro auf 15,70 Euro gestiegen.
  • Schlechte Qualität ❌: 6 von 23 getesteten Ölen fielen durch.
  • Gesundheitsrisiken ⚠️: Möglicherweise krebserregende Stoffe in einigen Olivenölen.

Schon gewusst? In der EU sank die Olivenöl-Produktion um 40 % in der Saison 2022/23 aufgrund extremer Klimabedingungen. 📉

Olivenölqualität: Ein alarmierender Rückblick

Die Stiftung Warentest hat 2026 beim Test von Olivenölen alarmierende Ergebnisse veröffentlicht. Von 23 getesteten Ölen konnten nur vier mit der Bewertung „gut“ überzeugen. Ein ungemütlicher Rückschritt, denn im Jahr 2022 waren zwei Drittel der Öle noch gut. Die Tester, unter der Leitung von Lebensmittelchemiker Jochen Wettach, machen die Klimakrise verantwortlich. Viele Olivenbäume litten in den letzten Jahren unter extremen Wetterbedingungen, was zu einem dramatischen Rückgang der Ernte führte.

Diese Umstände haben nicht nur die Qualität, sondern auch die Preise vervielfacht. Ein Öl, das vorher 10,30 Euro kostete, schlägt jetzt mit 15,70 Euro zu Buche. Der Preisanstieg ist zwar schmerzhaft, doch es zeigt sich auch, dass die Produzenten die Ansprüche an die Güteklasse „Nativ extra“ nicht mehr erfüllen können.

Die Olivenölherstellung: Ein Blick hinter die Kulissen

Olivenöl wird in verschiedene Kategorien eingeteilt, wobei „Natives Olivenöl extra“ die höchste Güteklasse darstellt. Diese Öle müssen eine bestimmte Fruchtigkeit aufweisen und ohne sensorische Fehler sein. Im Gegensatz dazu gibt es „Raffiniertes Olivenöl“, das durch chemische Verfahren verarbeitet wird. In Deutschland ist die Nachfrage nach nativem Olivenöl besonders hoch, während raffiniertes Olivenöl eher in der Gastronomie Verwendung findet.

Die Vielzahl an verfügbaren Ölen macht es für Verbraucher schwer, das richtige zu wählen. Das Etikett sorgfältig zu lesen und sich über die Herkunft der Öle zu informieren, ist heutzutage unerlässlich. Denn wer auf vermeintlich günstige Produkte setzt, könnte neben enttäuschten Geschmackserlebnissen auch gesundheitliche Risiken eingehen.

Gesundheitsrisiken und Qualitätsprobleme

Die Testergebnisse deuten darauf hin, dass einige Olivenöle nicht nur geschmacklich enttäuschen, sondern auch gesundheitlich bedenklich sind. In drei getesteten Ölen fanden die Experten Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die als potenziell krebserregend gelten. Dies wirft Fragen zur Lebensmittelsicherheit auf, insbesondere bei regelmäßigem Verbrauch dieser Produkte.

Die gesunde Reputation von Olivenöl könnte durch solche Produkte gefährdet werden. Hohe Temperaturen und unzureichende Lagerung können zudem die Gehalte an gesundheitsförderlichen Polyphenolen senken. Diese Verbindungen tragen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Laut Testergebnissen hatten die nativ extra Öle im Durchschnitt ein Sechstel weniger Polyphenole, was alarmierend ist.

Praktische Tipps zum Olivenölkauf

Beim Kauf von Olivenöl sollten Verbraucher einige wichtige Punkte beachten. Achten Sie auf die Herkunft und die Güteklasse. Hochwertige Olivenöle tragen häufig Labels, die die Qualität garantieren. Discounter-Öle können zwar verlockend sein, jedoch ist es oft ratsam, etwas mehr zu investieren, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Ein weiterer Tipp ist, kleine Flaschen zu kaufen. Olivenöl oxidiert schnell, daher sollte es frisch verbraucht werden. Außerdem sollten Sie beim Kochen auf Temperaturen achten, denn nicht jedes Olivenöl eignet sich für hohe Temperaturen, ohne dass die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen.

Persönliche Anekdote

Letztes Frühjahr hatte ich es mir in meinem kleinen Schrebergarten gemütlich gemacht. Die Sonne schien, und nach einer anstrengenden Woche wollte ich einfach nur die Seele baumeln lassen. Beim Grillen mit Freunden erzählte ich ihnen von einem Olivenöl, das ich neulich im Discounter gekauft hatte. Nach dem ersten Geschmackstest war die Enttäuschung groß. Mein frisches Gemüse und die Pasta waren alles andere als mit dem Geschmack von echtem Olivenöl verwöhnt. Es war klar, dass beim nächsten Einkauf die Qualität im Vordergrund stehen würde!

Was jetzt?

Denken Sie daran, beim nächsten Olivenölkauf auf Qualität zu achten. Investieren Sie in gute Produkte und informieren Sie sich über die Herkunft. Achten Sie auch auf die möglichen Gesundheitsrisiken, um sicherzustellen, dass Ihr Olivenöl nicht nur lecker, sondern auch gesund ist. Besuchen Sie lokale Märkte oder vertrauenswürdige Geschäfte und lassen Sie sich beraten.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung.